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Männer überzeugen mit Bestzeiten und Platz 5 der Teamwertung

Bei den Männern war die meist diskutierte Frage, ob es Heiko Ludewig schaffen würde, das Ziel in weniger als 2:30 Stunden zu erreichen. Daneben standen für viele unserer Männer die Zeichen auf neue Bestzeiten, wie die in der Vorbereitung erzielten Zeiten andeuteten. Am Ende des Tages waren die meisten Wünsche in Erfüllung gegangen. Das drückt sich auch in der mit Platz 5 sehr guten Teamplatzierung aus.

Heiko folgte den vielfach ausgesprochenen Rat, sich der Gruppe um Susanne Hahn anzuschließen, wollte diese doch mit einer Zielzeit unter 2:29 das Rennen starten. Direkt nach dem Startschuss gruppierte Heiko sich in die etwa 20 Männer Gruppe ein und lief klug an deren Ende. Etwa ab KM 10 wurde die Gruppe immer kleiner, doch Heiko konnte den Anschluss sehr lange halten. Noch bei Km 35 lief er mit 2 weiteren Männern in dieser Gruppe. Erst bei KM 38 konnte er Susanne Hahns hohem Tempo nicht mehr folgen. Auf sich allein gestellt und bei zum Teil heftigen Wind schmolzen die Träume von der Zeit unter 2:30 sehr schnell. Am Ende lief er in 2:30:23 (Netto 2:30:20) knapp an der Traumzeit vorbei. Etwas bessere Bedingungen und die 2:30 wären gefallen, so das Fazit aller Zeugen. Heiko war trotzdem sehr zufrieden und zeigte im Ziel genau dasselbe gewinnende Lächeln wie während des ganzen Rennens und spielte ausgiebig mit seinem wenige Monate alten Sohn. Mit Platz 12 in der Meisterschaft und Platz 10 in seiner Altersklasse überzeugten auch seine Platzierungen.

Hinter Heiko blieb es lange spannend, wer als 2. und 3. Spiridon-Mann ins Ziel laufen würde. Rainer Knorpp, Ole Nückel und Andreas Schalm gingen gemeinsam mit Birgitt das Rennen an. Als erster musste Andreas bereits kurz nach der ersten Hälfte abreißen lassen. Im späteren Verlauf stieg er aus dem Rennen aus. Damit war klar, aus welchen Spiridonis unser erstes Männerteam bestehen würde – vorausgesetzt, Rainer und Ole würden ohne Einbruch ins Ziel kommen.

Etwa bei Km 34 konnte Rainer Birgitts Tempo nicht mehr folgen und er verlor den Anschluss an die Gruppe. Ole konnte allerdings nur wenig länger folgen. Als Birgitt auf Kurts Zuruf das Tempo nochmals verschärfte, fiel auch er zurück. Ab diesem Zeitpunkt waren beide Einzelkämpfer und Ole machte den besseren Eindruck. Ein Marathon nimmt mitunter jedoch viele Wendungen und letztlich ist ein wesentlicher Faktor die größere Erfahrung. Als es auf die etwa 600 Meter lange Zielgerade ging, lag überraschend Rainer wieder vor Ole. Beide kämpften sichtlich um jeden Meter, galt es doch auch neue Bestzeiten zu erzielen und unter 2:45 zu bleiben. Rainer konnte seinen Vorsprung am Ende verteidigen und erreichte in 2:44:25 (Netto 2:44:22) das Ziel. Ole musste bis kurz vor dem Ziel um die gewünschte Zeit bangen, am Ende schaffte er es in 2:44:49 (Netto 2:44:45). In der Meisterschaftswertung belegten die beiden Platz 53 und 54. Rainer belegte in der AK M40 Platz 14 und Ole in der AK M20 Platz 22.

In der Teamwertung gelang nach Platz 4 im Vorjahr diesmal der 5. Platz. Damit blieben unsere Männer zwar hinter der Platzierung des Vorjahres, liefen aber zugleich über 13 Minuten schneller als das letztjährige Spiridon-Team und mit einer Gesamtzeit von 7:59:27 sogar unter 8 Stunden. Auch der zeitliche Abstand auf Platz 3 hat sich weiter verringert und betrug diesmal nur noch weniger als 4 Minuten. Ein Männerteam in Bestbesetzung ist also für einen Platz auf dem Podium gut.

Als vierter Spiridon-Mann lief Ingo Saatweber ins Ziel. Trotz eines diesmal etwas langsameren Beginns als sonst bei ihm üblich, verfehlte am Ende er sein Ziel, unter 2:50 Stunden zu bleiben. 2:52:31 (Netto 2:52:28) war seine Zeit im Ziel, was Platz 86 in der Gesamtwertung und Platz 26 in der AK M40 bedeutete. Ingo zeigte sich insgesamt zufrieden, war doch seine Vorbereitung, bedingt durch Hauskauf und Umzug eingeschränkt.

Ein weiterer Spiridoni soll noch erwähnt werden. Burkhard Kminek hat sich in den letzten Jahren zum Altersklassenathlet entwickelt. Seine 3:42:18 im Ziel brachten ihn auf Platz 9 der AK M65 nur knapp an der Siegerbühne vorbei. Hätte er geahnt, dass sein unmittelbarer Konkurrent nur 11 Sekunden vor ihm lief, er hätte sicherlich noch ein paar Kräfte mobilisiert.

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Fotogalerie...

[Torsten Sigmund, Fotos von Peter Leblang und Carsten Goldhammer]