4 Spiridon Teams beim Saisonfinale im Einsatz

Teil 1 - Viernheim

Der erste Teil des Saisonfinale fand am letzten Augustwochenende in Viernheim statt. Am 25. und 26. August starteten das Damenteam in der 2. Bundesliga sowie das erste Herrenteam in der 2. Hessenliga.

Für Tinka Uphoff, Heike Brendemühl und Laura Rautenberg war der Teamsprint am 25. August über 750 Meter Schwimmen, 20 Km Rad und 5 km Laufen am 25. August der vorletzte Ligastart. Bei schwierigen Wetterbedingungen mit Regen und kühlen Temperaturen war der 6. Platz von 8 Teams die Ausbeute.

Das Männerteam startete am 26. August über die Olympische Distanz mit den vier Dauerbrennern (Start bei allen Rennen) Gunnar Angar, Stephan Audersetz, Stephan Pfaller, Wilm Schneider und Christian Storck. Vor dem vierten und letzten Saisonrennen war das Team mit nur einem Punkt Rückstand auf dem vierten Tabellenplatz gut positioniert. Mit Ambitionen auf das Podium und in der Saisonendabrechnung ging es an den Start. Verlief die Saison bis dato nahezu einwandfrei, sollte das Team dieses Mal vom Pech verfolgt sein. Gunnar hatte schon auf den ersten Radkilometern einen platten Reifen und verlor beim Schlauchwechsel viel Zeit und wertvolle Positionen. Wilm erwischte es noch schlimmer, der Mantel seines Hinterreifens riss und der Reifen platze bei ca. 40km/h. Glück im Unglück, kein Sturz nur Materialschaden und das lange Warten (ca. 1,5Stunden) auf den Besenwagen waren die Folge. Stephan Pfaller lag bis dahin aussichtsreich unter den Top 10 im Feld, Stephan Audersetz und Christian Storck waren solide platziert und Gunnar kämpfte darum den Anschluss herzustellen. Auf der Laufstrecke war es eine Unachtsamkeit von Stephan Pfaller, der ein Geltütchen kurz vor der Verpflegungsstelle entsorgte, die zu einer Disqualifikation unseres besten Athleten führte. Stephan Audersetz demonstrierte seine Laufstärke und rannte in 36:54min (schnellster Laufsplit der Liga!) auf Platz 14, Christian erreichte einen guten 18 Rang und Gunnar arbeitete sich noch auf Platz 39 vor. Mit nur 3 Mann in der Wertung reichte es somit in Viernheim dieses Mal leider nur zu Gesamtplatz 9.

In der Abschlusstabelle belegte das Team den 5. Platz. Nachdem in den letzten Jahren der Durchmarsch von der 5. bis in die 2. Hessenliga glückte ist der 5. Platz bei 11 Teams in der starken Konkurrenz ein mehr als respektables Ergebnis.

Teil 2 - Baunatal

Am 2. September fiel in Baunatal für das Damenteam in der 2. Bundesliga und für die beiden Herrenteams in der 3. und 5. Hessenliga der Startschuss zum letzten Ligawettbewerb, einem Teamsprint. Als Distanz mussten 750 Meter Schwimmen, 20 km Rad und 5 km Lauf gemeinsam im Team absolviert werden. Bei den Frauen müssen beim Teamsprint 3 von 4 Starterinnen und bei den Männern 4 von 5 Startern ins Ziel kommen. Die Besonderheit beim Teamsprint ist, dass alle Disziplinen gemeinsam absolviert werden müssen, so dass gut aufeinander eingespielte Teams mit gleichstarken Startern im Vorteil sind. Nach dem Schwimmen im Hallenbad wurde eine kurze Pause eingelegt, ehe die Teams im Jagdstartmodus mit dem Rückstand aus dem Schwimmen auf die Rad- und Laufstrecke geschickt wurden.

Die 3 Teams gingen dabei mit unterschiedlichen Zielen in das Rennen. Das Damenteam wollte nach einer schwierigen Saison eine gute Abschlussleistung zeigen. Das Männerteam in der 3. Liga wollte durch eine Platzierung im Mittelfeld die Abstiegsränge verlassen während das Team in der 5. Liga mit Spaß eine gute Teamleistung abliefern wollte.

Das Damenteam in der Besetzung Katja Schneider, Iris und Laura Rautenberg sowie Lisa Timm schlug sich achtbar und landete nach einer kompakten Teamleistung wie in Viernheim auf dem 6. Platz in der Tageswertung. In der Abschlusstabelle nach 5 Wettbewerben landeten unsere Damen ebenfalls auf dem 6. Platz bei 8 Teams. Bei den weiteren Wettbewerben in diesem Jahr starteten noch Heike Brendemühl, Tinka Uphoff, Christina Schiesser und Nadine Hunziger. Nachdem in den letzten Jahren immer ein Aufstiegsplatz mit zum Teil überragenden Platzierungen erreicht werden konnte zeigte sich, dass in der 2. Bundesliga die Konkurrenz wesentlich stärker ist. Die in der Liga vorne platzierten Teams sind ausgeglichen besetzt und die Starterinnen zeigen in allen Disziplinen einschließlich dem Wechsel starke Leistungen. Ein Abfall in einer der Teildisziplinen kann durch die enorme Leistungsdichte nicht mehr kompensiert werden.

Die beiden Männerteams hatten sich mit einigen gemeinsamen Trainingseinheiten auf die Besonderheiten des Teamsprints vorbereitet und an der idealen Mannschaftsaufstellung getüftelt. Optimistisch nach Baunatal gereist musste noch am Veranstaltungstag die Besetzung umgestellt werden. Joe Bremer und Martin Ohlwein tauschten auf Grund einer Erkältung von Joe die Plätze, so dass in der 3. Liga Robeer Scherer, Luca Bremer, Sebastian Willius, Martin Ohlwein und Carsten Goldhammer und in der 5. Liga Joe Bremer, Till Pense, Tilo Klisch, Marc Rhode und Frank Zeis starteten. Klar war bei beiden Teams, dass beim Schwimmen der Schaden in Form von einem Zeitrückstand in Grenzen gehalten werden musste um auf den beiden folgenden Abschnitten erfolgreich aufholen zu können.

In der 3. Liga glückte das Vorhaben mit dem vorletzten Platz leidlich, wobei die anderen Teams und besonders der Mitkonkurrent um den Abstiegsplatz noch in Reichweite waren. Das Team der 5.Liga belegte nach dem Schwimmpart den letzten Platz, war aber unerschütterlich optimistisch, dass die anvisierte Aufholjagd klappt und dass vor allem das Team geschlossen mit allen 5 Starten das Ziel erreichen konnte.

Und es glückte. Das Team in der 5. Liga holte auf der Radstrecke 4 Teams ein, ein weiteres Team wurde noch auf der Laufstrecke überholt, so dass in Baunatal der 11. Platz erreicht werden konnte. In der Abschlusstabelle liegt das Team auf dem 12. Platz von 16 Teams. Das Ziel besonders Neueinsteigern in den Triathlon mit Spaß und Teamgeist einen Einstieg in den Ligabetrieb zu ermöglichen wurde in dieser Saison mehr als erreicht.

Beim Team der 3. Liga verlief der Wechsel auf die Rad- und Laufstrecke holprig. Zuerst wurde das Team von den Zeitnehmern durch eine Verwechselung zu spät losgeschickt worauf sich direkt in der Wechselzone durch eine Unachtsamkeit eine Belehrung durch einen Kampfrichter anschloss, die weitere wertvolle Sekunden kostete. Da nie in der Besetzung trainiert werden konnte waren die ersten Kilometer auf dem Rad ebenfalls holprig. Nachdem sich dann das Team gefunden hatte konnte ein Platz gut gemacht und durch eine feine Leistung auf der Laufstrecke verteidigt werden. Da 2 Teams erst gar nicht angetreten waren konnte der 8. Tagesplatz von 12 Teams verbucht werden. In der Abschlusstabelle bedeutete dies den 10. Platz und damit den Klassenerhalt!

Beide Männerteams erreichten geschlossen die Ziellinie, was nur wenigen Teams glückte. Lisa war der Meinung, dass sich die 3 Spiridonteams in Baunatal noch einen besonderen Preis verdient haben. Denn durch den zeitversetzen Start der Teams konnten wir uns gegenseitig anfeuern und unabhängig von den Rennergebnissen definitiv den Preis für die lautesten Fans gewinnen! Bei den Männern starteten in diesem Jahr bei den weiteren Wettbewerben noch Andreas Lohr, Sven Georg, Kai Friedrich, Lucas Naumer, Florian Bremer, Christian Weber und Jürgen Bremer.

Wilm Schneider und Carsten Goldhammer
Fotos von Joe, Frank, Wilm und Carsten

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